Jinan, China – Bei der IWSA World Challenge 2026 und dem 13. Jinan International Open Winter Springs Swimming zeigten drei Athletinnen aus dem Landkreis Miesbach eindrucksvoll, dass sie auch im internationalen Vergleich ganz vorne mitschwimmen können. Die Großveranstaltung am 17. und 18. Januar lockte rund 1000 Teilnehmer nach Jinan, einer Neun-Millionen-Metropole im Osten Chinas.

Neben zahlreichen chinesischen Startern reisten auch Delegationen aus Russland, Kasachstan sowie ein offizielles Team der International Winter Swimming Association (IWSA) an. Letzteres trat auf Einladung der chinesischen Organisatoren an und setzte sich aus 13 Schwimmerinnen und Schwimmern aus Deutschland, Lettland, Spanien und Argentinien zusammen. Für Deutschland starteten Franziska Partheymüller (29), Heidelinde Partheymüller (56) und Stefanie Palle (55) – alle drei aus dem Landkreis Miesbach.

Zwei Wettkämpfe – ein starkes Trio

Geschwommen wurde im Quellsee im Herzen der Stadt, dessen Wasser selbst im Winter konstant kühl bleibt (ca 4 °). Die Veranstaltung war zweigeteilt:

  1. Das traditionelle 300‑Meter‑Winter Springs Race, eine Querung des Sees von einer Insel aus, bei dem hohe Preisgelder zahlreiche Top-Athleten anzogen.
  2. Die IWSA World Challenge, ausgetragen in einem 25‑Meter‑Becken, das eigens im See errichtet wurde, mit Strecken zwischen 25 und 100 Metern.

Erfolge in den Altersklassen

In den nach Altersgruppen gewerteten World‑Challenge‑Rennen sammelten die Miesbacherinnen gleich mehrere Podestplätze:

  • Franziska Partheymüller: viermal Bronze, einmal Platz 4
  • Heidelinde Partheymüller: einmal Bronze, Platz 4 und Platz 6
  • Stefanie Palle: einmal Bronze, Platz 4 und Platz 5

Auch beim See‑Rennen überzeugten alle drei: Mit den Altersklassen‑Plätzen 6, 8 und 11 behaupteten sie sich gegen starke internationale Konkurrenz. Palle (6.) und Franziska Partheymüller (8.) durften sich zudem über Preisgelder freuen.

IWSA-Team insgesamt auf Platz sieben

In der Gesamtwertung belegte das internationale IWSA‑Team einen respektablen 7. Platz von 15 Delegationen – und wurde mit einem großzügigen Preisgeld ausgezeichnet. Dieses übergab die Mannschaft voller Dankbarkeit an das chinesische Organisationsteam, das sich vorbildlich um die Gäste gekümmert hatte.

Die chinesischen Gastgeber stellten persönliche Betreuer, organisierten die gesamte Logistik und begleiteten die Athleten durch einen Wettkampf, der vollständig in chinesischer Sprache stattfand – selbst einfache Aufgaben wie das Finden des eigenen Namens auf Startlisten wurden so zur Herausforderung. Darüber hinaus erwartete die Gäste ein einwöchiges Kulturprogramm in Jinan und Peking, inklusive Hotelunterbringung, Verpflegung, Transport und Besichtigungen weltbekannter Sehenswürdigkeiten wie der Großen Mauer, des Sommerpalastes, der Verbotenen Stadt und einer traditionellen Teezeremonie.

Mehr als nur ein Wettkampf

Neben sportlichen Leistungen stand auch der interkulturelle Austausch im Mittelpunkt. Die Begegnungen boten vielfältige Einblicke in den Alltag, die Kultur und die wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Das Miesbacher Trio kehrte nicht nur mit Medaillen, sondern auch mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen zurück.