Ein Bierzelt am Stadtplatz in Kelheim, Schweinsbraten, kalte Getränke – und mittendrin 1200 Rennradler, die beim legendären 24-Stunden-Radrennen möglichst viele Kilometer innerhalb eines Tages sammeln. Diese einzigartige Atmosphäre ließen sich Katja Zängl und Thorsten Großner vom WSV Bad Tölz nicht entgehen. Von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr galt es, auf dem 16,4km langen und mit 160 Höhenmetern gespickten Rundkurs unterhalb der Befreiungshalle so viele Runden wie möglich zu absolvieren – und das in Fünfer-Teams oder eben solo. Während Katja Zängl bereits das 6. Mal an der Startlinie stand, war es für Großner eine völlig neue Erfahrung. „Da es der erste Wettkampf dieser Art war, wusste ich natürlich nicht so genau, was alles auf mich zukommt und was so in 24h passieren kann“, erzählt der WSV-Sportler. Er hatte sich 40 Runden (was 656km entspricht) vorgenommen und als er morgens um 7.30 Uhr sogar vor seinem Zeitplan lag, war er sicher, dass er es schaffen würde. „Daher war ich super zufrieden mit den erzielten Endkilometern und natürlich mit dem daraus resultierenden Ergebnis“, resümiert Großner. Er belegte den sensationellen 7. Platz in der Männerwertung von 86 Startern.
Für Katja Zängl ist der Start in Kelheim schon fast Routine. „Alles ist logistisch genau geplant, so dass ich eigentlich nur radlfahren muss“, schmunzelt die Tölzerin. Große Unterstützung erfährt sie dabei von ihrem Ehemann Franz Zängl, der ihr von Salzstangen über Melone bis hin zu Gemüsebrühe in der Nacht alles reicht, was sie grad braucht. „Ohne seinen Support würde ich nicht vorn mitmischen können“, stellt sie klar. Und so ging das Konzept auch dieses Jahr wieder auf und sie wurde mit 459km und 5500 Höhenmetern mit einem tollen 2. Platz in der Kategorie Woman Master belohnt.