Nach dem Rennen ist vor dem Rennen – das dachte sich Katja Zängl nach ihrer erfolgreichen Teilnahme am Ulmer Münsterturmlauf und startete beim Zugspitz-Ultratrail auf dem sogenannten Garmisch-Partenkirchen-Trail, der 29km und 1550 Hm für das Starterfeld mit 908 Läufern bereithielt. Die Strecke führte über teils sehr technische Trails über das Kreuzeck unterhalb der Alpspitze bis hinauf zum höchsten Punkt am knapp 2000 m hohen Osterfelderkopf, wo dann der 13km lange zum Teil mit Wurzeln, Felsen und Stufen gespickte Downhill auf die Läufer wartete. „Für mich das Sahnestück des ganzen Laufes“, schwärmt die Sportlerin vom WSV Bad Tölz.
Als größte Herausforderung empfand sie die große Hitze. Bereits am Start hatte es schon 25 °C. Nachdem sie das Rennen im Vorjahr bereits nach 8km und 400 Hm bei ähnlichem Wetter aufgeben musste, hatte sie sich eine klare Strategie zurechtgelegt. „Auf keinen Fall wieder zu schnell starten, gut dosiert nach Puls laufen und regelmäßig essen und trinken, dann kann normalerweise nichts schiefgehen“, erklärt die Tölzerin. Die Strategie ging voll auf und nach 5 Stunden und 33 Minuten kam sie als 5. von 23 Läuferinnen in ihrer Altersklasse ins Ziel.